News Ticker

Newsletter 01-2017 Nachrichten aus Brasilien von Prof. Antônio Inácio Andrioli

Liebe Interessierte,

zu Beginn des Neuen Jahres erreichten mich besorgniserregende Nachrichten aus Brasilien: Prof. Antônio Inácio Andrioli, uns Gesundheitsberater/innen (GGB) besonders bekannt durch sein Buch "Die Saat des Bösen" (emu-Verlag), berichtete, dass es nach dem parlamentarischen Putsch im letzten Jahr in Brasilien zu katastrophalen Entwicklungen kam:  Die korruptesten Politiker wurden als Minister ernannt. Dass hinter diesem erzwungenen "regime-change" natürlich wieder einmal handfeste US-amerikanische Interessen stecken, wurde in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichtet.

Prof. Antônio Andrioli beklagt, dass Blairo Maggi, der derzeit größte Sojaproduzent der Welt, Landwirtschaftsminister in Brasilien ist. Er wurde weltweit deswegen bekannt, weil er als Gouverneur von Mato Grossoals Kettensäger“ (Greenpeace) verantwortlich für die Entwaldung von 40 % des Landes war. Im Dezember vergangenen Jahres war er in Chapecó, und hat sich für die Massentierhaltung und die Erweiterung von Monokulturen – angeblich zur Rettung der brasilianischen Wirtschaft – ausgesprochen.

Die durch einen Putsch an die Macht gekommene Regierung Michel Temel  hat den Import von genetisch veränderten Mais aus den USA zugelassen und dies sogar mit Hilfe der brasilianischen Biosicherheitskommission, der Antônio Andrioli auch angehört (19 Stimmen pro und 3 Stimmen dagegen). Antônio Andrioli schreibt:

Die wenigen kritischen Stimmen wird es nach dem Ende unserer Amtsperiode nicht mehr geben, denn die Regierung möchte eine Kommission, in der alle für die Gentechnik stimmen. Also eine einheitliche Meinung zu dem Thema. Bei der letzten Sitzung im Dezember wurde eine Sojaplanze zugelassen, die resistent ist gegen das Spritzmittel Dicamba (von Monsanto). Es kommen demnächst neue Sorten von Eukalyptus und Zuckerrohr zur Zulassung. Ausserdem ist der gentechnisch veränderte Moskito von der Firma Oxitec stark im Einsatz angeblich zur Bekämpfung von Dengue-Fieber, Zika und Chikungunya.

Antônio Andrioli beschreibt die zukünftige soziale Ausrichtung der aktuellen brasilianischen Regierung in düsteren Farben:

An den Universitäten werden wir mit zunehmenden Kürzungen zu tun haben. Eine Erweiterung der Studienplätze, wie wir es unter den Regierungen von Lula und Rousseff erlebt haben, ist nicht zu erwarten.

Es wurde im Dezember ein stark umstrittenes Gesetz verabschiedet, wodurch die Investitionen der Bundesregierung in Bildung und Gesundheit für die nächsten 20 Jahre stark gekürzt werden. Es bedeutet Sozialabbau in großem Maße und für die Universitäten geht es wieder in Richtung Privatisierung, so wie wir es aus den 1990er Jahren kennen. 2017 kommt die Rente dran und der Abbau der Arbeitsrechte. Es wird z. B. mit großer Wahrscheinlichkeit die Rente der Bäuerinenn abgeschafft, eine der größten Errungenschaften der brasilianischen Bauernbewegungen der letzten Jahrzehnte.

Die Medien unterhalten weiter das Volk täglich mit den Berichten über Tragödien, damit man das Gefühl haben soll, den anderen geht es ja noch schlechter und man sollte nicht reagieren. Wer reagiert, wird mit großer Gewalt von der militärischen Polizei niedergeschlagen, wie es vor kurzem unseren Studenten in der Hauptstadt Brasília passiert ist, weil sie vor dem Parlament gegen die Kürzungen im Bildungsbereich protestierten oder den Lehrern im Süden Brasiliens als sie vor dem Palast der Landesregierung in Porto Alegre protestierten, da sie 2016 ohne Weihnachtsgeld blieben. Schlimme Zeiten und traurige Nachrichten, die sich wöchentlich vermehren. Trotzdem bleiben wir mit Hoffnung, denn das was wir in den letzten Jahren aufbauten uns auch zum Widerstand motiviert.


 

Viele vertrauen nach wie vor den allabendlichen Nachrichtensendungen von ARD und ZDF. Diejenigen aber, die die Möglichkeit haben, den Wahrheitsgehalt dieser Sendungen kritisch zu prüfen, stellen fest, dass die Nachrichten nicht nur lückenhafte, sondern sogar gefälschte Inhalte haben.

So berichtete 2011 der Nachrichtensprecher Christian Sievers, dass ihm Video-Material von Rebellen in Syrien zugespielt wurde, in dem uniformierte Personen Häftlinge grässlich misshandeln. Damit nahm er Bezug auf die Grausamkeiten des Assad-Regimes. Hinterher hat es sich herausgestellt, dass dieses Video bereits 2007 auf youtube aufgenommen wurde – und zwar im Irak!

Wenn jetzt auch noch die Forderung der Politik kommt, sogenannte „Fake-News“ juristisch verfolgen zu wollen, dann müssten doch erst einmal die öffentlich-rechtlichen Sender von den Falschmeldungen befreit werden. Doch die Politik will lieber diejenigen bestraft wissen, die öffentlich Zweifel an der Seriösität der offiziellen Nachrichten hegen.

 

 

Aufgrund der bisherigen öffentlich-rechtlichen Berichterstattung ist ein völlig anders Bild von den Geschehnissen in Syrien entstanden. Dieses Video mit dem Kommentar von Ron Paul hilft, die gesteuerte Manipulation von ARD und ZDF zu enttarnen.


Unfassbar, was am 15. Dezember 2016 mit den Stimmen von CDU, CSU, SPD  u n d   den Grünen beschlosssen wurde: In Zukunft muss die Allgemeinheit für den Atommüll bezahlen.

Die Stromkonzerne dürfen sich mit einer Einmalzahlung freikaufen.

 

Zu diesem Thema siehe auch hierzu den Beitrag im Kritischen Netzwerk:

Energiewende als Transformationsprozess


 

Was ist Geld? Im „Gesellschaftsbarometer“,  (Offener Kanal Kaiserslautern) wird dieses Thema ausführlich diskutiert:

 


 

Interessanter Beitrag von Ernst Wolff aus dem Kritischen Netzwerk

Ein Rat für 2017:    Misstraut den „Experten“ und denen, die sich dafür halten!

 

Mit freundlichen Grüßen

Marie-Luise Volk,  Sprecherin der Bürgerinitiative „Bürger/innen sagen NEIN zur Agro-Gentechnik“ im Landkreis Cochem-Zell

 

Quellenangaben:

Buchcover  AGRO-GENTECHNIK: Die Saat des Bösen – Die schleichende Vergiftung von Böden und Nahrung, Antônio Inácio Andrioli und Richard Fuchs, emu-Verlag

Karikatur  „Calaboca que voce agora é minha!“ (Halt den Mund, ich habe jetzt das Sagen!) von Carlos Latuff, einem „Politischen Karikaturist“, geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com. Auf einer Unterseite finden sich einige Karikaturen zum Thema Dilma Rousseff – weiter (link is external).

Karikatur „Democracia“ von Carlos Latuff, einem „Politischen Karikaturist“, geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com. Auf einer Unterseite finden sich einige Karikaturen zum Thema Dilma Rousseff – weiter (link is external).

Karikatur „Ponte para o futuro/furto“ (Für eine Brücke der Zukunft/des Raubs) von Carlos Latuff, einem „Politischen Karikaturist“, geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com. Auf einer Unterseite finden sich einige Karikaturen zum Thema Dilma Rousseff – weiter (link is external).

(Angesehen 727 mal, 1 Besuche heute)

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*